Gustav Meyrink – „Der Golem“ 1915

Der Golem“ ist ursprünglich ein Fortsetzungsroman, in dem ein anonymer Erzähler im Traum die Identität des Gemmenschneiders Athanasius Pernath annimmt und in das Leben im Prager Ghetto um 1890 eintaucht. Seit der mysteriösen Begegnung mit einem Fremden, wie er vermutet, dem Golem, verändert sich sein Leben und er wird in zahlreiche Intrigen verwickelt, von Halluzinationen und Wahnvorstellungen heimgesucht und landet wegen eines Mordverdachts im Gefängnis. Sechs Monate später wird er entlassen und entdeckt, dass der Teil des Ghettos, in dem er gewohnt hat, abgerissen wurde und all seine Freunde verschwunden sind. Am Ende erwacht der Erzähler und ist sich nicht sicher, ob sein Traum nicht vielleicht doch Wirklichkeit war.