Oskar Maria Graf -„Wir sind Gefangene“ 1927

Mit Begin des Ersten Weltkriegs als Soldat zum Militär eingezogen, verweigert er offen den Befehl und wird, in einer militarisierten Welt folgerichtig, schließlich ins Irrenhaus eingeliefert. Wie er seine bayerische Dickschädelichkeit gegen das geistige Strammstehen einer ganzen Generation einsetzt ist von unbändiger, geradezu Schweijkscher Komik. Am Ende des Buches schildert Oskar Maria Graf, wie er, der keiner Parteiideologie anhängende junge Anarchist und Rebell, in die Wirren der Revolution von 1918 gerät und schließlich Zeuge der Münchner Räterepublik und ihrer brutalen Niederwerfung durch die Soldateska der Gegenrevolution wird.

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